Employer Branding - Eine Brücke zwischen HR und Marketing

Mit Platform, Purpose, Passion und Play zum Erfolg

40 Teilnehmer beim Meetup #2 in Frankfurt hatten vor allem eines im Sinn – wie gelingt Employer Branding im digitalen Zeitalter? Die Köpfe beim Location Partner Sage sprühten vor Ideen und Impulsen füreinander und die Veranstalter der Human Resources Lounge, HRnetworx und Talentrix, zeigten sich begeistert. Das Titelthema drehte sich erneut um die eigene starke Arbeitgebermarke.

Simone Seidel ist People Director für den Softwareanbieters Sage und richtete im ersten Impulsvortrag den Blick vor allem auf die Frage, wie Employer Branding im Inneren funktioniert. Während inzwischen Unternehmen über teilweise enorme Datenmengen ihrer Kunden verfügen, wissen sie oft kaum etwas über die eigenen Mitarbeiter. Dies sei jedoch dringend notwendig, um diesen positive Erlebnisse zu ermöglichen. Denn die entscheiden laut einer Studie zu über 75 Prozent über das Ansehen der Firma in der eigenen Belegschaft und binden damit an das Unternehmen. Vorausgesetzt die Daten werden richtig ausgewertet.

Mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeiten, KPI für Führungskräfte und HR auf Knopfdruck

Simone Seidels Tipp an die eigenen HR-Kollegen: Flexibles Arbeiten zulassen, neue Arbeitsweisen integrieren und hier vor allem die mobilen Zugriffen ausbauen! Mit der firmeneigenen Sage Business Cloud People sind die Frankfurter an dieser Stelle schon am Puls der Zeit.

Mitarbeiter sind das Herz eines jeden Unternehmens. Da Employer Branding eine strategische Frage ist und stets von Innen nach Außen funktioniert sollte von Anfang an die Frage im Fokus stehen: „Wer sind wir eigentlich?“

Der zweite Referent des Abends komplettierte den 360°-Blick auf Employer Branding, denn Sebastian von Rabenau schaute von Außen auf die Funktionsweise einer Arbeitgebermarke. Der Recruitment Manager von Easy Consult Personaldienstleistungen GmbH formulierte in seinem Vortrag „Employer Bradnding im Web 2.0“ zunächst die Grundregeln: Individualität, Authentizität und Corporate Identity.

Wohlfühlen und Werte vermitteln sind das A und O gelungenen Employer Brandings, die Vernetzung der relevanten Fachbereiche eine Selbstverständlichkeit. Dabei muss auch die Unternehmensleitung aktiv werden, denn Employer Branding ist Chefsache!

Ist das den Verantwortlichen klar, gelingt auch die Umsetzung der erarbeiteten Strategie auf den diversen Kanälen und Touchpoints – ob auf der Unternehmenswebsite, den Social Media, Businessnetzwerken und natürlich den Bewertungsplattformen. Von Rabenaus Tipp: Kommunikation ist King! Denn „man kann nicht nicht kommunizieren“ – Paul Watzlawick lässt grüßen! Einmal eingerichtete Kanäle nicht zu bespielen ist eine Todsünde!

Employer Branding: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Und zwar am besten gemeinsam mit den Marketingkollegen!

Soviel Praxisnähe ließ die Diskussion beim Meetup ohne die sonst übliche Pause noch vor dem Ende der Impulsvorträge starten. Einzelbeispiele von gelungenen und weniger geglückten Employer Brandings machten die Runde. Und egal, wie perfekt die jeweilige Maßnahme ist – sie war in der Regel günstiger als jede Imagekampagne, mit der oft auf Mitarbeitersuche gegangen wird. Denn welcher Neue nicht über das Arbeitgeberimage von selbst zur Firma findet, muss aufwändig zum Beispiel über eine Agentur gefunden werden.

Und warum nicht viral gehen? Das Video der kleinen Glaserei aus Niedersachsen, deren Mitarbeitersuche bei Youtube sprichwörtlich durch die Decke ging, zaubert selbst hochrangingen HR-Managern Freudentränen ins Gesicht.

Worte und Slogans können austauschbar sein, im Kontext ist die eigene Firmenidentität so einmalig wie ein Fingerabdruck. Und im Zuge des Employer Brandings wird diese auch den bisherigen Mitarbeitern nochmal deutlich. Eine Chance zum Wechsel für diejenigen, die sich dem Unternehmen vielleicht nicht mehr verbunden fühlen.

Gemeinsame Erlebnisse stellen Verbundenheit her. Die Chance, sich bei Grillwurst und Bier (wieder) kennenzulernen 

Wo Hände geschüttelt werden, können nicht nur besser Geschäfte gemacht werden. Auch Zielgruppen der HR lassen sich bei einfachen Events sprichwörtlich ins Boot holen. Und zufriedene Mitarbeiter werben bei diesen Veranstaltungen fast wie von selbst nebenbei neue Kollegen. Offline hat an dieser Stelle vielleicht einen kleinen Vorsprung.

Ob dies wirklich so ist, wird auch die dritte Runde der Meetups der Human Resources Lounge im November/Dezember unter die Lupe nehmen. Dann heißt es „Technologie, Tools und Spielereien“.

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