„Weil Zeit häufig mindestens genauso sexy ist wie Geld!“

Wie digitale Prozesse helfen Zeit zu sparen. Das Meetup #1 der Human Resources Lounge in Frankfurt a. Main

Heiß ging’s zu – sowohl meteorologisch als auch inhaltlich am Abend des 5. Juni. Denn diesmal stand einer der menschlichsten Aspekte des Lebens im Fokus – Zeit. Wir bekamen einen Einblick, wie wir durch Digitalisierung diese Ressource sorgfältig nutzen und einsparen können.

Deutsche PensExpert: Vorsorge goes digital

Altersvorsorge kann ein dröges Thema sein – muss es aber nicht. Vor allem, wenn HR damit neben dem Faktor Gehalt ein Instrument für Employer Branding in die Hand bekommt.

Dr. Thomas Haßlöcher vom Location Partner Deutsche PensExpert weiß um die Notwendigkeit der Flexibilisierung von Lebensarbeitszeit. Und bietet mit verschiedenen Tools die passenden digitalen Lösungen. Damit die Altersvorsorge anstelle von anonymen Großkonzernen von hauseigenen Personalern kommen kann. Ein toller Nebenaspekt für die Unternehmen: Durch den Austausch über die angesparten Zeitkonten ergeben sich für die HR Rückschlüsse auf die persönlichen Planungen der Mitarbeiter. Ein plötzlicher Abschied aus heiterem Himmel ist damit zukünftig die Ausnahme – ein Benefit für die Personalplanung.

Das Titelthema der aktuellen Meetup-Reihe „Die HR-Zukunft ist digital“ bekommt an dieser Stelle einmal mehr konkrete Formen.

Spaßfaktor Digitalisierung

Lena Engelhardt arbeitet für die TME AG und präsentiert mit D-ARC eine Anwendung, welche die Bereitschaft von Mitarbeitern gegenüber der Digitalisierung misst. Denn vielfach stehen neben veralteten Technologien persönliche Aversionen der Einführung neuer Lösungen im Weg. Unter den Angestellten ist häufig ein hoher Grad an Individualisierung auszumachen, der digitale Beteiligungsmodelle bremst.

Wie in den vorangegangenen Meetups kommt an dieser Stelle das Stichwort Agilität ins Spiel. Straffe hierarchische Strukturen, sogenanntes Silo-Denken und konservative Methoden stehen Agilität, Vernetzung und Offenheit gegenüber und stellen somit den völligen Gegensatz zu den Anforderungen der Digitalisierung dar.

Digitalisierung ist vorrangig als Unternehmenskultur zu verstehen, soll diese erfolgreich sein und nicht nur als Transformation von Prozessen. Dazu gehört natürlich auch die geänderte Einstellung der Mitarbeiter, welche diese Kultur mit Leben füllen müssen. Auf der anderen Seite müssen Angestellte auch das Vertrauen von Vorgesetzten genießen, damit sie sich innerhalb des Mindsets Digitalisierung erfolgreich entfalten können.

HR-Abteilungen profitieren nicht als erste Unternehmensbereiche von der Digitalisierung

Oft sind Personalabteilungen nicht die ersten Unternehmensbereiche, die digitalisiert werden. Damit verzögert sich jedoch auch die Durchsetzung eines entscheidenden Vorteils – ein hoher Grad an Automatisierung folgt im Zuge der Digitalisierung und macht den Weg frei für mehr kreative Ressourcen. Bewerber können wieder mehr im Vordergrund stehen.

Während der Diskussion wird klar, dass moderne Unternehmensbranchen sich natürlich einfacher bei der Einführung von Digitalisierung tun. Dennoch ist auch hier Fingerspitzengefühl seitens der Unternehmensleitung erforderlich, denn nicht alles muss und darf über Bord geworfen werden.

Die Pause zwischen den Impulsvorträgen wird in Frankfurt von einem Elevator Pitch von Colin Berr gestaltet, der das Publikum in den Veranstaltungsräumen fesselt. Das Startup Mentor Lane aus Frankfurt a. Main unterstützt Gründer durch die Vermittlung von Erfahrung. Damit bieten die Veranstalter Talentrix und HRnetworx weitere Neuerungen des Offline-Formats.

Das nächste Meetup der Human Resources Lounge findet am 19. Juni in Hamburg statt. Anmeldungen dazu bitte unter Eventbrite.

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