Recruiting 4.0. – Wie gelingt die Anwerbung von Spezialisten aus Europa?

Deutschland ist unbestrittener Exportweltmeister. Ob kleine oder große Unternehmen, viele wagen den Schritt aufs europäische oder internationale Parkett. Parallel wird es hierzulande durch den demografischen Wandel immer schwieriger, bestimmte Arbeitsplätze und Schlüsselpositionen zu besetzen. Um am Puls des Geschehens zu sein, lohnt es sich auch im europäischen Ausland nach Mitarbeitern Ausschau zu halten.

Mit unserer Reihe „Recruiting 4.0.“ werden wir zeigen, wie sich Unternehmen den digitalen Wandel zunutze machen können, um im europäischen Ausland Fach- und Führungskräfte anzuwerben und damit dem dem Fachkräftemangel zu trotzen. Im ersten Teil „Wie gelingt die Anwerbung von Spezialisten aus Europa?“ möchten wir Ihnen einige Tipps an die Hand geben, die Ihnen bei der Suche nach Mitarbeitern im europäischen Ausland weiterhelfen können.

1. Auf welches Land möchten Sie sich konzentrieren?

Überlegen Sie, auf welches Land Sie Ihre Suche konzentrieren wollen – und welches Ihr Zielmarkt ist. Sind in dem entsprechenden Land Arbeitskräfte verfügbar und wie hoch ist die Zahl der Erwerbstätigen? Haben Sie möglicherweise Kontakte in dem Land, die Sie für sich nutzen können? Wie ist die Lage auf dem dortigen Arbeitsmarkt? Gibt es dort einen großen Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte? Für den Fall, dass Ihr neuer Mitarbeiter Deutsch sprechen soll, erkundigen Sie sich, ob die deutsche Sprache im Rekrutierungsland verbreitet ist, ob sie zum Beispiel in den Schulen auf dem Lehrplan steht.

Eine individuelle Strategie pro Land ist empfehlenswert. Warum? Weil in anderen Ländern andere Sitten herrschen. Daher sollten Sie sich als Arbeitgeber zunächst einmal bestmöglich positionieren. Welche Philosophie und Werte repräsentieren Sie? Wie differenzieren Sie sich vom Wettbewerb im Zielland? Welches Image haben Sie dort? Um erfolgreich zu sein, sollten Sie genau wissen, welche Ziele Sie mit dem neuen Mitarbeiter verfolgen und eine individuelle Personalstrategie haben.

2. Formulieren Sie das Stellenprofil möglichst aussagekräftig

Ob Sie nun national oder international nach Personal suchen, das Anforderungsprofil sollte genau ausgearbeitet sein. Die wichtigsten fachlichen und persönlichen Voraussetzungen, die ein Kandidat erfüllen muss, sollten klar daraus hervorgehen. Besonders vor dem Hintergrund, dass Sie im Ausland möglicherweise Qualifikationen vorfinden, die man nicht immer eins zu eins mit deutschen Abschlüssen vergleichen kann. Es empfiehlt sich daher, eine genaue Arbeitsplatzanalyse zu machen, um die Anforderungen so präzise wie möglich zu gestalten. Achten Sie auch bei der Formulierung der in der Fremdsprache verfassten Stellenanzeige darauf, welche Gepflogenheit der Fremdsprache zu beachten sind. Geben Sie des Weiteren an, welche Unterlagen Sie zusammen mit der Bewerbung erwarten und in welcher Sprache Sie die Bewerbung haben möchten. Hierbei ist vor allem zu beachten, dass es in manchen Ländern keine Arbeitszeugnisse gibt. In diesem Fall empfiehlt es sich, Referenzen anzufordern.

3. Wie möchten Sie suchen?

Die Vorgehensweise bei der Personalsuche unterscheidet sich oft von Land zu Land. Zunächst sollten Sie herausfinden, wo und wie die von Ihnen bevorzugten Fachkräfte ihre Stellen suchen. Was sind die präferierten Suchkanäle? Legen Sie anschließend genau fest, mit welchem Budget Sie kalkulieren können. Es ist auch ratsam, das Stellenangebot zudem auf Ihrer Firmenhomepage zu veröffentlichen. Im Idealfall haben Sie bereits eine eigene Karriereseite. Unterstreichen Sie unbedingt die Standortqualitäten, um mögliche Kandidaten für die Position zu interessieren. Weitere Möglichkeiten sind Jobbörsen, bekannte Business-Plattformen und soziale Netzwerke. Kommt nur Linkedin als Business-Netzwerk in Frage oder gibt es andere lokale Plattformen, die Sie nutzen können? Sie sollten am besten zu Ihrer Branche passen. Hier können Sie ein Unternehmensprofil anlegen – am besten auf Englisch. Eine Veröffentlichung Ihres Stellenangebots in ausländischen Printmedien ist selbstverständlich auch möglich, aber ungleich teurer und aufwendiger. Dafür müssen Sie die Auflagen und die Reichweite des Mediums kennen. Nutzen Sie  also die heutigen digitalen Möglichkeiten, um Ihre Wunschkandidaten und zukünftigen Mitarbeiter zu finden.

Umfassende Informationen, um Fachkräfte im Ausland zu finden, finden Sie auch unter diesen Links.

BQ-Portal: https://www.bq-portal.de/

ZAV Zentrale Auslands- und Fachvermittlung: http://bit.ly/2BogZnp

Make it in Germany: http://www.make-it-in-germany.com/

EURES – Eur. Portal zur beruflichen Mobilität: https://ec.europa.eu/eures/public/de/homepage

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